Auszeichnungen 2016

Viele der bei uns veröffentlichten Arbeiten sind preisgekrönt: Die Spanne reicht von national bedeutsamen Auszeichnungen bis zur Förderung der Drucklegung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten.

Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln

Vilaclara Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln Wissenschaftspreis der GRPG für Dr. Ilona Vilaclara

In ihrer beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln – Ein deutsch-französischer Rechtsvergleich“ gibt Dr. Ilona Vilaclara eine umfassende Darstellung des deutschen und des französischen Hilfsmittelrechts in den gesetzlichen Krankenversicherungssystemen.

Der dynamische und innovative Hilfsmittelmarkt zeichnet sich durch kurze Produktzyklen und ein hohes Maß an technischem Fortschritt aus. Dies spiegelt sich in steigenden Ausgaben für die Versicherungssysteme wider, so dass der Ausgabenstabilisierung mittels staatlicher Kostensteuerung in den vergangenen Jahren große Bedeutung zukam. In Deutschland und Frankreich gab es unlängst bedeutende Veränderungen in der Kostensteuerung medizinischer Hilfsmittel durch Einführung von Wettbewerb in Deutschland und einer unabhängigen Kosten-Nutzen-Analyse in Frankreich, die Anlass für diese Arbeit gaben.

Die Arbeit von Dr. Ilona Vilaclara wurde mit dem 20. Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen (GRPG) ausgezeichnet. Mit dem Preis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten geehrt, die den Zielen der GRPG entsprechen. Dazu zählt zum Beispiel die Förderung des interdisziplinären Austausches und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung auf den verschiedenen Gebieten des Gesundheits- und Sozialrechtes, aber auch im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik.

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Politische Anwälte?

Seliger Politische Anwälte? Forumspreis 2014 für Dr. Hubert Seliger

In seiner Dissertation „Politische Anwälte? – Die Verteidiger der Nürnberger Prozesse – Eine sozial- und politikgeschichtliche Studie“ untersucht Dr. Hubert Seliger auf breiter Quellenbasis die Biographien der Strafverteidiger der Nürnberger Prozesse und ihre Rolle als „politische Anwälte“ (Otto Kirchheimer) in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Aufarbeitung der Untaten des NS-Regimes.

Die Arbeit rückt die Strafverteidiger der Nürnberger Prozesse als eigenständige, nicht zuletzt politische Akteure neben ihren Mandanten in den Blick. Im ersten Teil der Studie werden unter Heranziehung einer breiten Quellenbasis erstmalig sämtliche Biographien der in den Nürnberger Prozessen aufgetretenen Strafverteidiger und die Zusammensetzungen der einzelnen Verteidigerteams untergliedert nach Mandantengruppen vorgestellt. Der zweite Teil der Studie steht unter dem Schlagwort des „politischen Anwalts“ (Otto Kirchheimer). Anhand ausgewählter Dokumente werden vor dem Hintergrund ihrer politischen Sozialisation Erklärungs- und Rechtfertigungsansätze prominenter Nürnberger Strafverteidiger wie Otto Kranzbühler, Rudolf Dix oder Alfred Seidl für das Dritte Reich und seiner Folgen analysiert. Abschließend untersucht die Arbeit deren Rolle in den gesellschaftlichen Debatten um den Umgang mit dem NS-Regime und als Strafverteidiger von NS-Gewalttätern in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Arbeit wurde der Forumspreises 2014 vom Forum Anwaltsgeschichte e.V. verliehen. Mit dem Preis wir ein herausragender Beitrag zum Verständnis der Anwalts- bzw. Advokaturgeschichte geehrt. Er wird alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Justizministers verliehen.

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Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina

Kudo Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina Zwei Preise für Dr. Kerim Kudo

Dr. Kerim Kudo analysiert in seiner beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina – Netzwerke und Identitätsdiskurse“ das Verhältnis zwischen „Europäisierung und Islam“ in Bosnien-Herzegowina. Der europäische Erweiterungsprozesses wirft die Frage auf, woran eine potentielle Zugehörigkeit zu Europa festgemacht werden kann. Vor dem Hintergrund kulturell-religiöser Debatten, in denen zunehmend „der“ Islam als Gegensatz zu Europa gezeichnet wird, und der Tatsache, dass im Fall einer Südosterweiterung der EU mit Bosnien-Herzegowina ein Staat mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung aufgenommen würde, steht die „Europatauglichkeit“ dieser Region zur Diskussion.

Der Autor untersucht das Verhältnis zwischen „Europäisierung und Islam“ anhand religiös-politischer Netzwerke und Identitätsdiskurse bosnischer Muslime. In besonderer Weise werden antimuslimische Diskurse Südosteuropas mit in die Analyse einbezogen, innerhalb derer die europäische Zugehörigkeit bosnischer Muslime entschieden zurückgewiesen wird.

Die Arbeit wurde mit dem Förderpreis der Fritz und Helga Exner-Stiftung 2015 und dem Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2015 ausgezeichnet.

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Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten

Knauer Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten Wissenschaftspreis Medizinprodukterecht 2015 für Dr. Jana Knauer

In ihrer beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten – Unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Einmalprodukte“ untersucht Dr. Jana Knauer die komplexen rechtlichen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Aufbereitung von Medizinprodukten stellen und berücksichtigt dabei insbesondere potenzielle haftungsrechtliche Risiken. Die Praxis der Aufbereitung und Wiederverwendung von Medizinprodukten, insbesondere von Einmalprodukten, ist seit vielen Jahren Gegenstand kontroverser Diskussionen. Berichte, wonach Medizinprodukte durch die erste Anwendung und die Schritte der Aufbereitung eine Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit erfahren, als auch über hygienische Defizite sowie ein zunehmendes Bewusstsein für die Problematik der nosokomialen Infektionen in deutschen Kliniken rücken die Thematik immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und auf die politische Tagesordnung. Noch immer ist die Frage der Zulässigkeit der Aufbereitung medizinischer Einmalprodukte nicht unumstritten.

Die Verfasserin untersucht umfassend die komplexen rechtlichen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Aufbereitung von Medizinprodukten stellen und berücksichtigt dabei insbesondere die potenziellen haftungsrechtlichen Risiken. Dr. Jana Knauer wurde für ihre Arbeit der Wissenschaftspreis Medizinprodukterecht 2015 verliehen.

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Delegierte Rechtsetzung in der EU

Kollmeyer Delegierte Rechtsetzung in der EU Dissertationspreis der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe für Dr. Daniel Kollmeyer

In seiner beim Nomos Verlag erschienenen Dissertation „Delegierte Rechtsetzung in der EU – Eine Analyse der Art. 290 und 291 AEUV“ zeigt Dr. Daniel Kollmeyer, wie es möglich ist, zu einer rechtssicheren Abgrenzung der Anwendungsbereiche der Art. 290 und 291 AEUV zu gelangen und diesen Ansatz kohärent in das Gesamtsystem europäischer Rechtsetzung einzufügen. Die Arbeit widmet sich zudem weiteren damit zusammenhängenden Einzelfragen, etwa der Frage, welche Anforderungen an einen sogenannten Basisrechtsakt zu stellen sind, der zum Erlass von delegierten Rechtsakten und von Durchführungsrechtsakten ermächtigt. Insbesondere wird auch erforscht, welche Rolle heute Komitologieausschüsse, Expertengruppen und Agenturen der Europäischen Union in den Bereichen der Ausarbeitung und der Kontrolle delegierter Rechtsetzung in der EU spielen.

Dr. Daniel Kollmeyer wurde für seien Arbeit der Dissertationspreis der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe verliehen.

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Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze

Greif Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze „Aulinger-Preis“ 2016 für Dr. Stefan Greif

In seiner beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze – Eine Analyse der Rechtsprechung des EuGH zum Anwendungsvorrang der Unionsgrundrechte in Rechtsstreitigkeiten zwischen Privaten“ beantwortet Stefan Greif die Frage, inwieweit die darin aufgestellten Grundsätze zum Anwendungsvorrang ungeschriebener Unionsgrundrechte auch auf die EUGrdRCh übertragbar sind.

Der EuGH erregt immer wieder Aufsehen mit Entscheidungen, die man entweder als unerwartet oder als ungewöhnlich bezeichnen kann und die teilweise auch neue Rechtsinstitute kreieren. In diese Kategorie fallen auch die Entscheidungen in den Rechtssachen „Mangold“ und „Kücükdeveci“. Diese beiden Urteile hatten zur Konsequenz, dass zwei deutsche Arbeitsgesetze, die sich als mit unionalen Richtlinien unvereinbar erwiesen, in Rechtsstreitigkeiten zwischen Privaten unangewendet bleiben mussten. Aufsehen erregte dies deshalb, weil der EuGH nicht die „unmittelbare Wirkung“ unionaler Richtlinien, sondern den Anwendungsvorrang eines ungeschriebenen Unionsgrundrechts als ursächlich für die Unanwendbarkeit der beiden deutschen Gesetze erachtete. Ob und inwieweit sich diese EuGH-Rechtsprechung auch auf die nunmehr in der Europäischen Grundrechtecharta positivierten Grundrechte übertragen lässt, bzw. durch den EuGH bereits übertragen wurde, ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.

Dr. Stefan Greif wurde für die Arbeit der „Aulinger-Preis“ 2016 verliehen. Der Preis wird seit 2005 ausgelobt und ist eine Auszeichnung für herausragende Dissertationen, die auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts einschließlich des Steuerrechts an der Ruhr-Universität Bochum entstanden sind.

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Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen

Bassler Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen Südwestmetall-Förderpreis 2016 für Dr. Moritz Bassler

Dr. Moritz Bassler analysiert in seiner beim Nomos Verlag erschienenen Dissertation „Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen – Inhalt und rechtliche Grenzen des institutionellen Anlegeraktivismus“, ob und inwieweit institutionelle Anleger beteiligungsvermittelte Einflussnahmeinstrumente zur internen Unternehmensüberwachung einsetzen und welche rechtlichen Restriktionen sie dabei beachten müssen.

Die Arbeit untersucht Inhalt, ökonomische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der internen Einflussnahme von institutionellen Anlegern auf ihre Beteiligungsunternehmen. Im Fokus stehen dabei die von institutionellen Anleger präferiert eingesetzten informellen Instrumente (insb. sog. one-on-ones), deren gesellschaftsrechtliche Zulässigkeit trotz ihrer weiten Verbreitung bis heute weitgehend ungeklärt sind.

Dr. Moritz Bassler wurde für seine Arbeit der Südwestmetall-Förderpreis 2016 verliehen. Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg seit über 25 Jahren herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten und deren Arbeiten aus, die für die industrielle Arbeitswelt und/oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

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Gemeinden als Rettungsanker der EU?

Tausendpfund Gemeinden als Rettungsanker der EU? Preis der überparteilichen Europa-Union Deutschland

Dr. Markus Tausendpfund ist für seine Dissertation „Gemeinden als Rettungsanker der EU? – Individuelle und kontextuelle Faktoren der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zur Europäischen Union“ mit dem Preis des Kreisverbandes Bodenseekreis der überparteilichen Europa-Union Deutschland ausgezeichnet worden.

In der Studie schließt Tausendpfund die Forschungslücke, ob Gemeinden tatsächlich dafür geeignet sind, die Distanz zwischen der Staatengemeinschaft und den Bürgern zu verringern. Gemeinden gelten als „Keimzelle für das Zusammenleben in Europa“ und als „Fundament der Staatengemeinschaft“. Markus Tausendpfund untersucht erstmals den Einfluss individueller Merkmale und des lokalen Umfelds auf die Zustimmung der Bürger zur Staatengemeinschaft.

Der Preis des Kreisverbandes Bodenseekreis der überparteilichen Europa-Union Deutschland zeichnet wissenschaftlich Arbeiten aus, die sich mit dem Thema „Kommunale Selbstverwaltung - Auswirkungen des Europa- und Gemeinschaftsrechtes auf die kommunale Ebene“ befassen.

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Prominentenstrafrecht

Meinecke Prominentenstrafrecht Dr. Fabian Meinecke vom Verein Deutscher Strafverteidiger ausgezeichnet

Dr. Fabian Meinecke wurde vom Verein Deutscher Strafverteidiger für sein Werk „Prominentenstrafrecht – Funktionsträger aus Politik und Wirtschaft im Strafverfahren“ mit dem Dissertationspreis des Vereins ausgezeichnet

In der Fachöffentlichkeit wird die Meinung nahezu einhellig geteilt, dass die häufig zu beobachtende skandalisierte Berichterstattung über prominente Tatverdächtige aus Politik und Wirtschaft Auswirkungen auf das Strafverfahren hat. Mit dem Entwurf des „Prominentenstrafrechts“ untersucht Meinecke die rechtlichen Auswirkungen und die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Beobachtung und zeichnet die zahlreichen Einflüsse medienwirksamer Empörungswellen auf gegen Einzelpersonen geführte Verfahren nach. Aufgrund insbesondere in der Wirtschaft wegen herausgehobener Funktionen „prominenzierte“ Menschen müssen oftmals Beeinträchtigungen ihrer Persönlichkeitsrechte hinnehmen, wenn sie mit Strafvorwürfen konfrontiert sind. Der Dissertationspreis des Vereins Deutscher Strafverteidiger wird an Personen verliehen, deren Arbeiten sich in besonderer Weise im Bereich Strafrecht und Strafverteidigung verdient gemacht haben.

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Delikt und Äußerungsdelikt

Fluschnik Delikt und Äußerungsdelikt Promotionspreis für Dr. Jan Christoph Fluschnik

Dr. Jan Christoph Fluschnik erhielt für sein Werk „Delikt und Äußerungsdelikt – Die zivilrechtliche Haftungsstruktur aus Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld“ den Promotionspreis der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Das Werk befasst sich anhand des Äußerungsdeliktsrechts mit der Frage nach Bedeutung und Berechtigung der traditionellen Struktur des Deliktsrechts aus Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld. Diese hochgradig wichtige und praktisch bedeutsame Grundfrage des Äußerungsrechts wird erstmals grundlegend und umfassend untersucht. Dabei gibt der Titel Antworten anhand der Grundlagen und dreier Einzelaspekte der dreigliedrigen Struktur und wirbt mit einem aus den Ergebnissen abgeleiteten äußerungsrechtlichen Gesamtkonzept dafür, sich die dogmatischen und rechtspraktischen Vorteile der traditionellen Struktur des Deliktsrechts auch wieder im Äußerungsdeliktsrecht zunutze zu machen. Die Schrift ist reflektiert und kritisch, sowohl fallbezogen als auch dogmatisch-abstrakt und erhellt rechtsgeschichtliche Entwicklungen sowie delikts- und grundrechtliche Zusammenhänge.

Dr. Jan Christoph Fluschnik wurde für die Arbeit der Promotionspreis der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verliehen.

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Konzerngesellschaft als Betriebstätte

Roth Konzerngesellschaft als Betriebstätte Südwestmetall-Förderpreis 2016 für Dr. Matthias Roth

Dr. Matthias Roth analysiert in seiner beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Konzerngesellschaft als Betriebsstätte – Netzwerke und Identitätsdiskurse“ Art. 5 Abs. 7 OECD-MA. Nach Art. 5 Abs. 7 OECD-MA wird allein dadurch, dass eine in einem DBA-Staat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort ihre Geschäftstätigkeit ausübt, keine der beiden Gesellschaften zur Betriebstätte der anderen. Diese Regelung schien lange Zeit eine zufriedenstellende und klärende Antwort zu bieten. Doch stellen sich heute anspruchsvolle Streitfragen. So beansprucht der Quellenstaat in Fällen, in denen eine Obergesellschaft eine Betriebstätte im Sitzstaat einer Tochtergesellschaft begründet, neben dem Recht zur Besteuerung des durch Fremdvergleich ermittelten eigenen Gewinns der Tochtergesellschaft auch das Recht, einen Teil des Mehrwerts, den diese Tochtergesellschaft dem Unternehmensverbund im Ganzen vermittelt, zu besteuern.

Ob und unter welchen Voraussetzungen das Betriebstättenkonzept für verbundene Unternehmen eine solche Relevanz entfaltet, ist Gegenstand der Arbeit, für die Dr. Matthias Roth mit dem Südwestmetall-Förderpreis 2016 ausgezeichnet worden ist. Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern aus, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

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Stammzellenreprogrammierung

Faltus Stammzellenreprogrammierung Dissertationspreis für Dr. Timo Faltus

Erstmals liegt mit Dr. Timo Faltus` Werk „Stammzellenreprogrammierung – Der rechtliche Status und die rechtliche Handhabung sowie die rechtssystematische Bedeutung reprogrammierter Stammzellen“ eine Untersuchung der Stammzellenreprogrammierung vor, die für die Human- und Veterinärmedizin die Erzeugung und Verwendung reprogrammierter Stammzellen (iPS Zellen) interdisziplinär und rechtssystematisch erschließt. Hierzu werden Rechtsfragen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelentwicklung, der therapeutischen Anwendung, des Gewerblichen Rechtsschutzes und umsatzsteuerrechtliche Aspekte berücksichtigt. Zudem enthält die Darstellung umfangreiche naturwissenschaftliche-medizinische und technische Erläuterungen der Stammzellenreprogrammierung und Stammzellenmedizin, die speziell auf die Anforderungen nicht-naturwissenschaftlicher Leser zugeschnitten sind. Neben den heute offenen (Rechts-)Fragen der Stammzellenreprogrammierung geht die Darstellung im Rahmen einer Folgetechnikeinschätzung extrapolierend auch auf die zu erwartenden künftigen Entwicklungen der Stammzellenmedizin im Bereich der Stammzellenreprogrammierung ein und zeigt hierzu jeweils Lösungsansätze.

Dr. Timo Faltus ist der Dissertationspreis des Juristischen Bereichs der Universität Halle-Wittenberg verliehen worden. Der Preis wird jährlich für eine herausragende Arbeit im Bereich der Rechtswissenschaften vergeben.

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Rechtspluralismus und Rechtsgeltung

Gailhofer Rechtspluralismus und Rechtsgeltung Professor Walter Hug Preis für Dr. Peter Gailhofer

Wie lässt sich die Geltung des Rechts unter den Bedingungen rechtlicher Pluralität begründen? Um das Paradigma Rechtspluralismus entspinnen sich seit langem sozialwissenschaftliche, zunehmend aber auch rechtstheoretische Diskussionen. Die vielschichtigen Phänomene und praktischen Probleme, auf die sich diese beziehen – die gelebten Normen kultureller Minderheiten oder die normativen Ordnungen der globalisierten Gesellschaft (wie das transnationale Investitionsschutzrecht oder die „lex digitalis“) – sind in ihrer aktuellen politischen Brisanz exemplarisch für eine auch theoretisch interessante Ambivalenz des Konzepts.

Dr. Peter Gailhofer rekonstruiert und analysiert in seinem Werk „Rechtspluralismus und Rechtsgeltung“ zunächst die wesentlichen Themen und Probleme und entwickelt eine eigenständige Fassung des vielschichtigen Begriffs des Rechtspluralismus. Im zweiten Teil der Arbeit gelangt er zu einer rechtstheoretisch fundierten Annäherung an die damit konkretisierte Frage nach den Geltungsbedingungen des Rechts.

Dr. Peter Gailhofer wurde für seine Arbeit der Professor Walter Hug Preis verliehen. Mit dem Dissertationspreis werden rechtswissenschaftliche Dissertationen zum schweizerischen Recht prämiert, die bereits an den Universitäten die höchste Auszeichnung erfahren haben und sich zusätzlich durch besondere wissenschaftliche Qualitäten auszeichnen.

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Tarifrecht im Betriebsübergang

Siegfanz-Strauß Tarifrecht im Betriebsübergang Küttner-Promotionspreis für Dr. Sandy Siegfanz-Strauß

Dr. Sandy Siegfanz-Strauß erhielt den Küttner-Promotionspreis 2015 für ihr beim Nomos Verlag erschienenen Werk „Tarifrecht im Betriebsübergang“.

Mit der Weitergeltung tarifvertraglicher Normen nach dem Betriebsübergang gehen zahlreiche praxisrelevante Probleme einher, die eine starke Rechtsunsicherheit hervorrufen und schon deswegen stringenter Lösungen bedürfen. Die Autorin arbeitet die Grundfragen rund um die Weitergeltung des Tarifvertrags auf und zeigt durch Einpassung des § 613a Abs. 1 S. 2–4 BGB in das Tarifrecht, wie sich konsequente und sachgerechte Lösungen dieser Probleme entwickeln lassen, die nationalen und europäischen Anforderungen Rechnung tragen. Zur Umsetzung dieses einheitlichen Grundprinzips bedient sie sich verschiedener methodischer Ansätze. § 613a Abs. 1 S. 2–4 BGB wird letztlich als stimmiges und praktisch umsetzbares System handhabbar. Die Rechtsform tarifvertraglicher Regelungen nach Betriebsübergang als Inhalt des Arbeitsverhältnisses unter Beibehaltung des kollektivrechtlichen Charakters ist der Schlüssel zu der entwickelten Auslegungslinie.

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Entstrickungsbesteuerung und Niederlassungsfreiheit

Orthmann Entstrickungsbesteuerung und Niederlassungsfreiheit Dr. Friedrich Feldbausch-Förderpreis 2015 für Dr. Jan Orthmann

In seiner im Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Entstrickungsbesteuerung und Niederlassungsfreiheit – Die Rechtsprechung des EuGH zur "Exit Tax" bei grenzüberschreitender Unternehmenstätigkeit“ untersucht Dr. Jan Orthmann zentrale betriebliche Entstrickungsnormen auf ihre Vereinbarkeit mit den Grundfreiheiten.

Darf der Fiskus stille Reserven aufdecken und besteuern, sobald Vermögenswerte ins EU-Ausland verlagert werden? In der Frage der Unionsrechtskonformität einer an den Grenzübertritt anknüpfenden Besteuerung zeigt sich der Konflikt zwischen staatlichem Territorialitätsdenken und dem Streben nach einem europäischen Binnenmarkt deutlich. Jan Orthmann analysiert das komplexe Regelungssystem der betrieblichen Entstrickungsnormen im Ertragsteuerrecht und untersucht zentrale Konstellationen auf ihre Vereinbarkeit mit den Grundfreiheiten. Aufbauend auf der Grundsatzentscheidung „National Grid Indus“ zeichnet er eine Rechtsprechungskette des Gerichtshofs zu grundlegenden Fragen der Wegzugssteuer nach, bewertet diese und leitet aus der Zusammenschau der zahlreichen EuGH-Judikate unionsrechtliche Anforderungen und Grenzen einer „Exit“-Besteuerung ab. Auf dieser Basis wird der künftige gesetzgeberische Handlungsbedarf und Spielraum bei einer weiteren Ausgestaltung der Entstrickungsnormen aufgezeigt.

Dr. Jan Orthmann wurde für seine Arbeit der Dr. Friedrich Feldbausch-Förderpreis 2015 verliehen.

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Vielsprachige Normenverbindlichkeit im Europäischen Strafrecht

Langheld Vielsprachige Normenverbindlichkeit im Europäischen Strafrecht Doppelte Auszeichnung für Dr. Georg Christian Langheld

Dr. Georg Christian Langheld untersucht in seiner Dissertation „Vielsprachige Normenverbindlichkeit im Europäischen Strafrecht“, ob man für Verstöße gegen eine vielsprachig verbindliche Norm des Unionsrechts bestraft werden darf, selbst wenn sich der wahre Norminhalt nicht aus einer verständlichen Sprachfassung ergibt. Obwohl in der Theorie alle Sprachfassungen die gleiche unionsrechtliche Norm wiedergeben, weichen sie in der Praxis voneinander ab, so dass man eine Sprachfassung der anderen vorziehen muss. Selbst ein rechtstreuer Bürger kann leicht der so verstandenen Norm zuwiderhandeln, wenn eine ihm verständliche Sprachfassung vom wahren Norminhalt abweicht. Fundamentale Strafrechtsprinzipien wie das Gesetzlichkeits- und das Schuldprinzip kollidieren dann mit dem Gebot einheitlicher Rechtsanwendung in Europa. Ausgehend vom Strafrecht zeigt das Werk, wie die Praxis den Einzelnen allgemein vor sprachbedingter Rechtsunsicherheit schützen kann, ohne gleichzeitig die einheitliche Geltung und die gleichrangige Verbindlichkeit aller Sprachfassungen als Grundsätze der unionsrechtlichen Methodik aufzugeben.

Dr. Georg Christian Langheld ist für seine Dissertation sowohl der Fakultätspreis der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München als auch der Promotionspreis der Münchner Juristischen Gesellschaft verliehen worden.

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Strafbare Marktmanipulation während der Aktienemission im engeren Sinne

Stage Strafbare Marktmanipulation während der Aktienemission im engeren Sinne Wolf-Rüdiger-Bub-Preis für Dr. Diana Stage

Dr. Diana Stage untersucht in ihrer Arbeit „Strafbare Marktmanipulation während der Aktienemission im engeren Sinne“ umfassend die bisher kaum erforschten strafbaren Marktmanipulationen während der Aktienemission im engeren Sinne (IPO). Die Schwerpunkte bestehen in der Bestimmung des Beginns des zeitlichen Anwendungsbereichs und der tatbestandlichen Voraussetzungen der strafbaren Marktmanipulation mit Blick auf die vier Phasen eines IPOs.

Dr. Diana Stage für ihre Arbeit wurde der Wolf-Rüdiger-Bub-Preis 2016 des Vereins der Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam verliehen.

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Professionelles Erwartungsmanagement

Atzeni Professionelles Erwartungsmanagement Dissertationspreis der DGS für Dr. Gina Atzeni

Dr. Gina Atzeni ist für ihre beim Nomos Verlag veröffentlichte Dissertation „Professionelles Erwartungsmanagement – Zur soziologischen Bedeutung der Sozialfigur Arzt“ mit dem Dissertationspreis 2016 der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) ausgezeichnet worden. Das Buch macht sich die Faszination, die vom Arztberuf ausgeht, analytisch zunutze und fragt nach deren Genese und gesellschaftlicher Funktion. Durch die Semantik-Analyse ärztlicher Selbst- und soziologischer Fremdbeschreibungen rekonstruiert die Studie, wie sich die Sozialfigur des professionellen Arztes etabliert und wandelt. Beide Materialsorten spiegeln gesellschaftliche Erwartungshaltungen das Ärztliche betreffend wider. Die enge Verwobenheit der dort vorgefundenen Narrative des Ärztlichen zeigt auf, dass die Arztfigur den Dreh- und Angelpunkt eines sozialen Mechanismus darstellt, mit dem sich die Medizin stets aufs Neue an eine sich wandelnde Gesellschaft anpasst und diese zugleich prägt. Erst die wirkmächtige Sozialfigur Arzt und der an sie geknüpfte Mechanismus des professionellen Erwartungsmanagements kann die an sich unwahrscheinliche Praxis moderner Krankenbehandlung erklären.

Der Arbeit wurde der Dissertationspreis 2016 der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) verliehen.

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Supply-Chain-Risikomanagement von Arzneimittelherstellern

Aschenbrücker Supply-Chain-Risikomanagement von Arzneimittelherstellern Controlling-Preis der Péter-Horváth-Stiftung für Dr. Andreas Aschenbrücker

Dr. Andreas Aschenbrücker ist für seine beim Nomos Verlag erschienene Dissertation „Supply-Chain-Risikomanagement von Arzneimittelherstellern – Der Einfluss des Supply-Chain-Managements auf die spezifischen Risiken Arzneimittel-Lieferunfähigkeit und Arzneimittel-Rückruf“ mit dem Controlling-Preis der Péter-Horváth-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Nicht-Verfügbarkeit von Arzneimitteln und deren unzureichende Qualität sind Risiken für die Gesundheit der Bevölkerung. Die Häufigkeit von Arzneimittel-Lieferunfähigkeiten und Arzneimittel-Rückrufen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und ist dadurch in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. In diesem Buch werden erstmalig die wirtschaftlichen Konsequenzen von Lieferunfähigkeiten und Rückrufen für den zentralen Akteur der Medikamentenversorgungskette, den Arzneimittelhersteller, untersucht. Darauf aufbauend wird auf der Basis empirischer Daten der Einfluss des Supply-Chain-Managements des Arzneimittelherstellers auf das Eintreten der beiden Risiken analysiert. Auf der Basis von Interviews mit Vertretern der Pharmabranche werden Handlungsempfehlungen gegeben, die das Supply-Chain-Management des Arzneimittelherstellers verbessern und einen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreien Arzneimitteln leisten.

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Rebound-Effekte im Steigerungsspiel

Buhl Rebound-Effekte im Steigerungsspiel Kapp-Forschungspreis 2016 für Dr. Johannes Buhl

In seiner beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Rebound-Effekte im Steigerungsspiel – Zeit- und Einkommenseffekte in Deutschland“ liefert Dr. Johannes Buhl auf der Grundlage soziologischer Theorien der Steigerung und Beschleunigung eine umfassende Empirie zu indirekten Einkommens-, aber vor allem zu Zeiteffekten in Deutschland.

Im Zentrum der empirischen Studien steht die Überprüfung einer dreifachen Dividende von Arbeitszeitverkürzungen – Ressourcenschonung, soziales Engagement und individuelle Lebenszufriedenheit. Zwar kompensieren Zeit-Rebound-Effekte potenzielle Ressourceneinsparungen in großen Teilen, aber nicht vollständig. Davon abgesehen äußern sich Zeit-Rebound-Effekte in ehrenamtlichem Engagement und individueller Zufriedenheit – erwünschte Wirkungen von Rebound-Effekten.

Die Arbeit wurde mit dem Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie 2016 ausgezeichnet.

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Aktive Informationen des Staates im Internet - Mittelalterlicher Pranger oder modernes Steuerungsinstrument?

Zott Aktive Informationen des Staates im Internet - Mittelalterlicher Pranger oder modernes Steuerungsinstrument? Dr.-Eduard-Martin-Preis für Dr. Christine Zott

Die Informationstätigkeit des Staates mit Lenkungswirkung ist in jüngerer Zeit vermehrt in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten. Neben der Frage, ob es sich dabei um eine Fortführung des aus dem Mittelalter bekannten Prangers oder ein modernes Steuerungsinstrument handelt, geht Dr. Christine Zott in ihrem Werk „Aktive Informationen des Staates im Internet - Mittelalterlicher Pranger oder modernes Steuerungsinstrument? – Eine Analyse der Publikumsinformation unter besonderer Berücksichtigung des Lebensmittel-, Verbraucherinformations- und Sozialrechts“ der Frage nach, welchen verfassungsrechtlichen Anforderungen die Informationstätigkeit genügen muss und ob derzeitige Ausgestaltungen mit dem Verfassungsrecht im Einklang stehen. Wie wenig gefestigt dieses Terrain und wie aktuell die Thematik ist, zeigt sich an dem im Dezember 2014 eingebrachten Gesetzesentwurf zur Änderung des § 40 LFGB und den Diskussionen um die Reform des sogenannten Pflege-TÜVs.

Christine Zott zeigt exemplarisch auf, dass die bisherigen Ausgestaltungen nicht alle rechtsstaatlich gebotenen Anforderungen erfüllen, und warnt vor einer Flucht des Staates ins Informationshandeln. Die Aussagen der Dissertation sind für Wissenschaft, Praxis sowie den Gesetzgeber von Interesse. Dr. Christine Zott wurde für ihre Dissertation der Dr.-Eduard-Martin-Preis 2016 der Universität des Saarlandes verliehen.

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Patentierbarkeit im Agrarsektor

Petrack Patentierbarkeit im Agrarsektor Promotionspreis der DGAR für Dr. Sebastian Petrack

Das Recht der Patentierbarkeit landwirtschaftlicher Nutztiere stellt derzeit einen der umstrittensten Bereiche des Patentrechts dar. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen im Spannungsfeld von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, (bio-)technologischen Fortentwicklungen sowie politischen und ethischen (Wert-)Vorstellungen. Insbesondere aus dem Agrarbereich sowie der Ethik und Religion wird Kritik am gegenwärtig bestehenden Rechtsrahmen und der Patenterteilungspraxis laut.

In seiner beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Patentierbarkeit im Agrarsektor – Eine rechtsdogmatische, rechtssystematische und rechtspraktische Untersuchung im Bereich der Nutztiere“ untersucht Dr. Sebastian Petrack die geäußerte Kritik zunächst systematisiert und vor dem Hintergrund des geltenden Rechts und der entsprechenden Patenterteilungspraxis. Dabei geht die Untersuchung insbesondere der Fragestellung nach, ob es dem Gesetzgeber de lege lata gelungen ist, die widerstreitenden Interessen in ein Verhältnis praktischer Konkordanz zu bringen. Zudem prüft der Autor, ob die geäußerte Kritik de lege ferenda zur Entfaltung gelangen kann.

Dr. Sebastian Petrack wurde für seine Arbeit der Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht verliehen.

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Closing in on Closure

Stuth Closing in on Closure Gerhard-Fürst Preis für Dr. Stefan Stuth

Dr. Stefan Stuth wurde für seine Dissertation „Closing in on Closure – Occupational Closure and Temporary Employment in Germany“ mit dem Gerhard-Fürst Preis 2016 in der Kategorie „Dissertationen“ ausgezeichnet. Bei der Analyse der Gründe, warum befristete Beschäftigungsformen in den industrialisierten Volkswirtschaften inzwischen so weit verbreitet sind, werden Berufe und ihre mögliche Schutzfunktion bislang nicht berücksichtigt. Stefan Stuth schließt diese Lücke, indem er Berufe und ihren Einfluss auf individuelle Befristungsrisiken untersucht. Er erweitert auf diese Weise die Schließungstheorie um das wichtige Feld der befristeten Beschäftigungsformen und entwickelt neue und höchste innovative Maße zur Erfassung der Schließung von beruflichen Arbeitsmärkten. Mit diesen Maßen kann erstmals die Knappheit bestimmter beruflicher Ausbildungszertifikate oder die Einzigartigkeit der ausgeübten beruflichen Tätigkeiten erfasst werden. Diese und weitere Maße erlauben es dem Autor zu zeigen, wie bestimmte Berufe die Beschäftigten davor schützen, befristete Verträge zu erhalten.

Dr. Stefan Stuth wurde für sein Werk der Gerhard-Fürst Preis 2016 in der Kategorie „Dissertationen“ verliehen. Seit 1999 vergibt das Statistische Bundesamt jährlich den Gerhard-Fürst-Preis in den Kategorien Dissertationen und Master- bzw. Bachelorarbeiten. Es werden herausragende Arbeiten ausgezeichnet, die theoretische Themen mit einem engen Bezug zum Aufgabenspektrum der amtlichen Statistik behandeln oder die empirische Fragestellungen unter intensiver Nutzung von Daten der amtlichen Statistik untersuchen.

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Neuerscheinungen

Dr. Manon Westphal erhält DVPW-Dissertationspreis 2019 23.09.2020 Dr. Manon Westphal erhält DVPW-Dissertationspreis 2019 Die wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erhält für ihr ... „Geld im islamischen Recht“ zweifach preisgekrönt 10.07.2020 „Geld im islamischen Recht“ zweifach preisgekrönt Die Dissertation, die als zweiter Band der Reihe „Theologie, Bildung, Ethik und Recht des Islam“ ... „Verfassungsgerichtliche Entscheidungsfindung und ihre Folgen“ mit dem Förderpreis der Fritz und Helga Exner-Stiftung ausgezeichnet 08.04.2020 „Verfassungsgerichtliche Entscheidungsfindung und ihre Folgen“ mit dem... Für ihre Dissertation „Verfassungsgerichtliche Entscheidungsfindung und ihre Folgen - Das Türkische ... „Die Pflicht zum Schulbesuch“ preisgekrönt 05.03.2020 „Die Pflicht zum Schulbesuch“ preisgekrönt Dr. Julia Hauk wurde für ihre vor Kurzem im Nomos Verlag erschienene Dissertation mit dem ... Bernd-Pederzani-Gedächtnispreis für Nadja Richter 06.02.2020 Bernd-Pederzani-Gedächtnispreis für Nadja Richter Dr. Nadja Richter erhält für ihre neu bei Nomos erschienene Dissertation „Der ... Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung zeichnet „Das Verbot der Auslandsbestechung“ aus 14.01.2020 Wirtschaftsstrafrechtliche Vereinigung zeichnet „Das Verbot der... Dr. Cornelia Spörl erhält für ihre Dissertation „Das Verbot der Auslandsbestechung“ den WisteV-Preis ... „Transnationale Soziale Dialoge und Antidiskriminierung im Erwerbsleben“ preisgekrönt 03.01.2020 „Transnationale Soziale Dialoge und Antidiskriminierung im Erwerbsleben“... Die im Nomos Verlag erschienene Dissertation von Dr. Sonja Mangold wurde mit dem BMT-Preis 2019 ... Elisabeth-Gössmann-Preis für Sabine Plonz 18.12.2019 Elisabeth-Gössmann-Preis für Sabine Plonz Sabine Plonz erhält für Ihr Werk „Wirklichkeit der Familie und protestantischer Diskurs - Ethik im ... Manuel Nicklich erhält den Friedrich-Edding Preis 2019 05.12.2019 Manuel Nicklich erhält den Friedrich-Edding Preis 2019 Arbeit an Institutionen bei Institutionen der Arbeit – Was machen Netzwerke mit Beruflichkeit? ... „Menschenhandel und Asyl“ mit Preis ausgezeichnet 25.11.2019 „Menschenhandel und Asyl“ mit Preis ausgezeichnet Dr. Nula Katharina Frei erhält für ihre Dissertation den Brigitte-Schnegg-Preis 2019