Nomos-Verlag

Der Nomos Verlag
in Baden-Baden

Der Nomos Verlag gehört zu den führenden Wissenschaftsverlagen in den Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Nomos besteht seit 1964 unter diesem Namen. Bis 1998 gehörte der Verlag einschließlich der eigenen modernen Druckerei zu Suhrkamp, seit 1999 gehört Nomos zur C.H.Beck-Gruppe. Neben einem umfassenden Buch- und Zeitschriftenprogramm für juristische Praktiker widmet sich der Verlag aus Überzeugung und in großem Umfang der Publikation herausragender wissenschaftlicher Arbeiten aus den Bereichen der Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Zu Nomos gehören die Verlage Reinhard Fischer (seit 2009), Edition Sigma (seit 2015), Tectum (seit 2017), Ergon (seit 2017) und Academia (seit 2018). 

Die klassische Druckausgabe wird ergänzt durch die elektronische Veröffentlichung. Für unser Wissenschaftsprogramm kommt hier der Nomos eLibrary entscheidende Bedeutung zu. Unserer Wissenschafts-Plattform, enthält derzeit mehr als 9.000 Buchtitel und mehr als 50 Fachzeitschriften. Jedes Jahr kommen mehr als 800 weitere Titel hinzu. Durch die kontinuierliche Erweiterung der Inhalte und die Verbesserung der Plattform passen wir uns den sich wandelnden Ansprüchen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an.

Die Entwicklung des Verlags

Vorgeschichte 

Nomos ist aus dem seit 1953 in Baden-Baden ansässigen August Lutzeyer Verlag hervorgegangen. Dieser hatte sich in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg als juristischer Fachverlag mit dem besonderen Schwerpunkt der Textausgaben in Loseblattform etabliert. Zentrale Bedeutung kam dabei der Sammlung „Das deutsche Bundesrecht“ zu. Seit der Verabschiedung der Römischen Verträge im Jahr 1957 wurden auch die europäischen Rechtsvorschriften dokumentiert.

Im Jahr 1963 kauften Siegfried Unseld und die Schweizer Brüder Reinhardt, die Gesellschafter des Suhrkamp Verlags, den August Lutzeyer Verlag. Sie waren nach der kurz zuvor erfolgten Übernahme des Insel Verlages durch Suhrkamp an der zum Verlag gehörenden, auf den Dünndruck auch kleiner Auflagen spezialisierten Druckerei interessiert, sahen den aufstrebenden Wissenschaftsverlag aber auch als gute Kapitalanlage.

Nomos als Teil von Suhrkamp

Etwa ein Jahr nach der Übernahme erfolgte die Umbenennung in Nomos Verlag. Der Verlagsname leitet sich vom altgriechischen Begriff für „Gesetz“ (νόμος) ab. In der Loseblattsammlung „Das deutsche Bundesrecht“ und anderen Textsammlungen wie dem „Handbuch des Europäischen Rechts“ fanden sich jedoch von Anfang an auch zahlreiche Erläuterungen, aus denen der Verlag allmählich ein breites Programm von Kommentaren und Handbüchern aufbaute. Zugleich entwickelte sich ein umfangreiches Wissenschaftsprogramm aus Dissertationen, Habilitationen und anderen Monografien sowie Sammelbänden. 

Besondere Themenschwerpunkte lagen zunächst im Öffentlichen Recht und dem Europa- und Völkerrecht auf der einen Seite sowie der Regierungslehre, der Europapolitik und den Internationalen Beziehungen auf der anderen Seite. Nach und nach kamen weitere Fachgebiete hinzu. Bis zur Jahrtausendwende hatte sich Nomos als einer der führenden wissenschaftlichen Fachverlage im Bereich der Rechts- und Sozialwissenschaften etabliert. 

Die Übernahme durch Beck 

Ende der Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts beschlossen die damaligen Gesellschafter (wohl auch angesichts einer Reform des Erbschaftsteuerrechts), den Nomos Verlag zu veräußern. Im Jahr 1998 wurde Nomos zunächst an den (wissenschaftlichen) Springer Verlag verkauft. Kurz darauf wurde Springer seinerseits von Bertelsmann übernommen – und Bertelsmann veräußerte Nomos umgehend an die Gesellschafter des Münchner C.H.Beck Verlags. Geschäftsführer von Verlag und Druckerei sind Alfred Hoffmann und Wolfgang Bonin. 

Programmschwerpunkte

Nomos ist einer der wenigen Verlage mit einem „Vollspartenprogramm“, das die disziplinübergreifende Darstellung aktueller Themen ermöglicht.

Im Verlag erscheinen jedes Jahr mehr als 1000 Bücher. Das Programm reicht von der klassischen Wissenschaftsliteratur über Handbücher und Kommentare bis zur Studienliteratur. 

Wissenschaftsliteratur

Der verlegerische Schwerpunkt liegt heute bei der Veröffentlichung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten aus den Bereichen der Rechts-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Diese Werke machen mit fast 700 Neuerscheinungen pro Jahr auch zahlenmäßig den größten Anteil des Verlagsprogramms aus. Das Wissenschaftsprogramm gliedert sich in mehr als 330 aktive Schriftenreihen. Dabei wird die Rechtswissenschaft vollständig abgedeckt, einschließlich der Grundlagenfächer, der Rechtsvergleichung und den Bezügen zu Nachbardisziplinen. In den Sozial- und Geisteswissenschaften liegen die Programmschwerpunkte in der Politik- und Europawissenschaft, der Soziologie und der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie in den klassischen Wirtschaftswissenschaften, aber auch in der Sozialen Arbeit und der Sozialwirtschaft. In den letzten Jahren wurden weitere Programmbereiche deutlich ausgebaut. Zu nennen sind etwa Neuere Geschichte, Gesundheit, Kulturwissenschaft, Philosophie und Religionswissenschaft. 

Neben Qualifikationsschriften und anderen Monografien sowie Sammelbänden zu Einzelthemen tritt eine Vielzahl von wissenschaftlich fundierten Handbüchern, die sich sowohl an Studierende, Forschende und Lehrende richten, als auch an Praktiker in Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden etc. 

Beim Vertrieb von Werken mit internationalem Bezug arbeitet Nomos häufig mit Partnerverlagen aus Österreich und der Schweiz, aber auch aus anderen europäischen Ländern zusammen. Dies gilt insbesondere für den stetig wachsenden Anteil wissenschaftlicher Arbeiten in englischer Sprache. Hier kooperiert Nomos eng mit führenden britischen Wissenschaftsverlagen. 

Juristische Praktikerliteratur 

Aus der juristischen Textdokumentation ist ein umfassendes Buchprogramm für juristische Praktiker hervorgegangen. Das Angebot an Kommentaren, Handbüchern, Formularwerken und Einzeldarstellungen zu praktisch relevanten Themen wird seit dem Jahr 2000 kontinuierlich ausgebaut und erfasst heute das gesamte Bundesrecht, erhebliche Teile des Landesrechts sowie das Recht der Europäischen Union und das Internationale Recht. Das juristische Praktikerprogramm gliedert sich wiederum in mehrere Reihen. Zu nennen sind hier etwa die großen, teils mehrbändigen NomosKommentare, die kompakteren Handkommentare sowie – vor allem für das Sozialrecht – die Lehr- und Praxiskommentare. Daneben stehen Solitäre wie der „von der Groeben“ zum Recht der Europäischen Union und völlig neue Formate wie die Stichwortkommentare oder die Kommentierten Prozessformulare. Hinzu kommen Handbücher, Formularbücher und kürzere Einführungswerke. Sämtliche Werke sind über beck-online zugänglich. 

Seit 2010 publiziert Nomos gemeinsam mit C.H.Beck und dem englischen Verlag Hart Publishing eine Vielzahl englischsprachiger Kommentare und Handbücher zu ausgewählten Themen des europäischen und internationalen Rechts. 

Studienliteratur

Seit 2008 ist im Nomos Verlag ein breites Angebot an juristischer Studienliteratur entstanden. Neben den Hauptreihen NomosLehrbuch, NomosStudium und NomosReferendariat finden sich Studienbücher und Kompendien zum Landesrecht sowie zahlreiche Einführungen in juristische Themen für Nicht-Juristen. Im Bereich der Sozialwissenschaften sind die „Studienkurse“ zu Politikwissenschaft, Soziologie und Sozialer Arbeit ebenso zu erwähnen wie eine Vielzahl weiterer Lehrbücher zu den verschiedensten Themen des Programmspektrums.

Fachzeitschriften

Bei Nomos erscheinen über 60 Fachzeitschriften. Das Angebot erstreckt sich über alle Programmbereiche und von Zeitschriften für Praktiker bis hin zu hochspezialisierten Wissenschaftszeitschriften. Viele der Zeitschriften sind in ihrem Fachgebiet führend, wie z.B. „Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht“, „Zeitschrift für Umweltrecht“, „Medien & Kommunikationswissenschaft“, „Blätter der Wohlfahrtspflege“ oder „Soziale Welt“. Besonders zu erwähnen sind aber auch zahlreiche inter- und intradisziplinären Zeitschriften, wie „Leviathan“, „Kritische Justiz“ oder „Rechtswissenschaft“. 

Elektronische Veröffentlichungen

Nahezu das gesamte Verlagsprogramm ist auch elektronisch verfügbar. Bücher und Zeitschriften, die sich in erster Linie an juristische Praktiker richten, werden über die Datenbank beck-online publiziert. Hier findet sich mittlerweile mit dem Modul KiJuP-Online ein Angebot, das gemeinsam mit Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) entwickelt wurde. Das Wissenschaftsprogramm, die Lehrbücher sowie englischsprachige Kommentare sind über die verlagseigene zweisprachige Plattform Nomos eLibrary zugänglich. In erster Linie auf die Bedürfnisse wissenschaftlicher Bibliotheken und ihrer Nutzer ausgerichtet, wird die eLibrary mittlerweile auch von anderen Fachverlagen wie Vahlen oder C.H.Beck genutzt.

Neuerscheinungen

Dr. Feldbausch-Preis für Lars Kindler 12.06.2019 Dr. Feldbausch-Preis für Lars Kindler Nomos Autor erhält für seine herausragende Dissertation „Zur Steuerungskraft der Raumordnngsplanung“ ... Daniel Hlava erhält Zarnekow-Förderpreis 2019 30.04.2019 Daniel Hlava erhält Zarnekow-Förderpreis 2019 Der Wissenschaftler und Nomos-Autor wurde für seine Dissertation mit dem Zarnekow-Förderpreis für ... Melissa Henne erhält den Wichernpreis 24.04.2019 Melissa Henne erhält den Wichernpreis Alle zwei Jahre wird beim Jahresempfang der Diakonie Deutschland der Wichernpreis verliehen. In ... Hoffmeisters Werk mit Promotionspreis der DGAR ausgezeichnet 04.03.2019 Hoffmeisters Werk mit Promotionspreis der DGAR ausgezeichnet Nomos Autorin Friederike Hoffmeister erhält für ihre Arbeit den 2. Promotionspreis der DGAR GDD-Wissenschaftspreis für Tim Jülicher 03.12.2018 GDD-Wissenschaftspreis für Tim Jülicher Nomos Autor Tim Jülicher erhält für seine Dissertationsschrift den Wissenschaftspreis der ... Walter-Kolb-Gedächtnispreis 2017 für Dr. Nina Keller-Kemmerer 28.09.2018 Walter-Kolb-Gedächtnispreis 2017 für Dr. Nina Keller-Kemmerer Nomos Autorin Keller-Kemmerer wurde für Ihre Dissertation der Walter-Kolb-Gedächtnispreis 2017 ... Dr. Sebastian Bretthauer gewinnt „Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik“ 26.09.2018 Dr. Sebastian Bretthauer gewinnt „Dieter Meurer Preis Rechtsinformatik“ Im Rahmen des EDV-Gerichtstags in Saarbrücken erhält Bretthauer für seine im Nomos Verlag ... Nomos Autor Christoph Hahn erhält Promotionspreis 19.09.2018 Nomos Autor Christoph Hahn erhält Promotionspreis Eberhard Karls Universität zeichnet Hahns Dissertation mit dem Promotionspreis 2018 im Fach ... Dr. Christian Hillen erhält den International Public Procurement Award 2018 31.08.2018 Dr. Christian Hillen erhält den International Public Procurement Award 2018 Das forum vergabe e.V. hat Nomos Autor Hillen den International Public Procurement Award 2018 ... Dr. Markus Schuster erhält Arnecke Sibeth Dabelstein Dissertationspreis 23.07.2018 Dr. Markus Schuster erhält Arnecke Sibeth Dabelstein Dissertationspreis Nomos Autor Dr. Markus Schuster wurde für seine im Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation der ...