Open Access

Open Access bei Nomos veröffentlichen

Der Nomos Verlag ist sich der Herausforderungen bewusst, mit welchen sich die Verlagsbranche durch die Open Access-Bewegung konfrontiert sieht. Wir sehen jedoch auch – und das ist weit wichtiger – die Möglichkeiten, die Open Access für die Verbreitung aktueller Forschungsergebnisse bietet. Wir sind überzeugt, dass professionelle Verlage auch und gerade im Zeitalter des Open Access eine wichtige Rolle für die Gewährleistung der Qualität wissenschaftlicher Veröffentlichungen und die bestmögliche Verbreitung von Forschungsergebnissen in der Wissenschaft und in der Öffentlichkeit spielen. Daher unterstützen wir Open Access-Publikationen und arbeiten zusammen mit AutorInnen und Bibliotheken daran, nachhaltige Geschäftsmodelle für Open Access zu entwickeln. 

Als renommierter Wissenschaftsverlag stellen wir sicher, dass nur solche Texte veröffentlicht werden, deren Qualität in einem strengen Begutachtungsverfahren überprüft wurde. Hier erfahren Sie mehr über unsere Verlagsrichtlinien

Nomos erfüllt die Kriterien von OAPEN

Open Access für Zeitschriften

Nomos veröffentlicht derzeit drei Open Access Zeitschriften: „Recht in Afrika/Law in Africa/Droit en Afrique“ (RIA), „Studies in Communication and Media“ (SCM) und „African Law Study Library“ (KAS ALSL). Im Jahr 2017 wurden insgesamt 52 Fachartikel in diesen Zeitschriften veröffentlicht. Die Zeitschriften erscheinen teilweise unter CC-BY-Lizenz, teilweise unter einer CC-BY-NC-ND-Lizenz. Die zuletzt genannte Lizenz wurde in Abstimmung mit den Autoren gewählt, die Plagiate und eine unerlaubte Verwendung ihrer intellektuellen Arbeit verhindern möchten. Nomos ist jedoch auch bereit, Zeitschriften unter einer weniger restriktiven Lizenz zu verlegen, soweit es die Herausgeber und Autoren wünschen.


Open Access für Bücher

Grundlagen

Bis heute (Juli 2019) hat Nomos gut 200 Monographien unter einer CC-Lizenz veröffentlicht. Diese Zahl steigt stetig und es werden mehr und mehr Bücher unter einer CC-Lizenz parallel zur Druckausgabe veröffentlicht.

Die Publikation wissenschaftlicher Veröffentlichungen kostet Geld: Um sicherzustellen, dass ausgezeichnete Forschungsergebnisse diejenige Anerkennung erhalten, die sie verdienen, helfen wir WissenschaftlerInnen, ihre Arbeiten so aufzubereiten, dass sie in Katalogen, Indizes, Suchmaschinen und einer stets wachsenden Anzahl weiterer Services sichtbar sind. Es ist nicht damit getan, eine PDF-Datei auf einen Server hochzuladen und abzuwarten, bis der Google Crawler die Datei findet. Wir stellen mit großem Aufwand sicher, 

  • dass unsere wissenschaftlichen Bücher und Zeitschriften höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden,
  • problemlos auf die Titel zugegriffen werden kann, 
  • Metadaten die Texte durch Metadaten, wie Abstracts, Schlagworte und Klassifikationen ergänzt und dass diese Metadaten an die relevanten Dienstleister verteilt werden, damit die Inhalte der Veröffentlichungen noch leichter erschlossen werden können. 

Wir glauben, dass gutes Marketing im Bereich wissenschaftliches Publizieren weniger darauf abzielt, ein paar mehr Ausgaben eines Buchs oder einer Zeitschrift zu verkaufen. Vielmehr geht es darum, den Inhalt der Publikationen für die weltweite Wissenschafts-Community und die interessierte Öffentlichkeit sichtbar zu machen. 

Verglichen mit diesem Aufwand sind die eigentlichen Kosten für das Drucken und Binden von Büchern und Zeitschriften fast vernachlässigbar. Eine Open Access-Publikation kostet daher fast ebenso viel wie eine gedruckte Version des gleichen Inhalts – aber der Umsatz, der durch den Verkauf von Büchern und durch Zeitschriftenabonnements entsteht, nimmt signifikant ab oder (wenn es keine Druckversion mehr gibt) versiegt vollständig. Um die Kosten für eine optimale Verbreitung wissenschaftlicher Veröffentlichungen und der ihnen enthaltenen Forschungsergebnisse zu decken, benötigen Verlage daher Zuschüsse in Form so genannter Book Processing Charges (BPCs). 

Akademische Einrichtungen und Wissenschaftsorganisationen erkennen die Notwendigkeit einer Finanzierung akademischer Publikationen an. Geldmittel, die bislang für den Erwerb von Büchern und Zeitschriften verwendet wurden, werden nach und nach für die Finanzierung von Open Access-Publikationen umgeschichtet und immer mehr Einrichtungen finanzieren solche Publikationen durch Zuschüsse. Wir unterstützen unsere Autoren dabei, Förderinstitutionen zu finden und beraten sie, welche Veröffentlichungsmethode für ihre Arbeit am geeignetsten ist: 

  • Welche Art der Veröffentlichung ist am besten für meine Arbeit: ist es empfehlenswert, die Arbeit nur elektronisch zu veröffentlichen oder brauche ich auch eine gedruckte Version? 
  • Wann sollte meine Arbeit Open Access zur Verfügung gestellt werden? 
  • Was ist eine Creative Commons-Lizenz und welche dieser Lizenzen sollte ich verwenden? 

Wir glauben, dass professionelle Verlagshäuser eine wesentliche Rolle dabei spielen, sicherzustellen, dass Open Access Publikationen denselben Qualitätskriterien genügen, die auch für gedruckte Veröffentlichungen gelten, und dass sie im gleichen Maße gut auffindbar und sichtbar sind. Bei Nomos arbeiten wir mit allen am Publikationskreislauf beteiligten Partnern zusammen, um nachhaltige Publikationsmodelle zu finden. Diese Bemühungen werden von der gemeinsamen Überzeugung getragen, dass exzellente Wissenschaft nicht hinter verschlossenen Türen bleiben soll. 

Die primäre Online-Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der Nomos eLibrary. Der Nomos Verlag stellt die Open Access veröffentlichten Werke zusätzlich in zentrale Open Access-Repositorien (z.B. DOAB) oder fachlich einschlägige Repositorien (z.B. SSRN) ein. 

Wenn die Publikation in Zusammenarbeit mit anderen, insbesondere ausländischen Verlagen erfolgt, die ihrerseits für eine bestimmte Region das exklusive Recht zum Vertrieb einer elektronischen Ausgabe des Werkes übertragen bekommen, muss die Möglichkeit einer Open Access-Publikation im Einzelfall geprüft werden. Dasselbe gilt für den Fall, dass die Publikation durch Dritte finanziert wird, die ihrerseits eine unmittelbare Open Access-Publikation parallel zur Veröffentlichung der Druckausgabe ausschließen.


Zwei Modelle

Wir bieten zwei Modelle an, entweder mit paralleler Druckausgabe (hybrid) oder eOnly. Die folgenden Konditionen geben Ihnen einen Eindruck von den Leistungen und Kosten, die mit einer Open Access-Veröffentlichung verbunden sind. Allgemein gilt jedoch, dass jedes Werk individuell kalkuliert wird. 

Open Access mit paralleler Druckausgabe (hybrides Modell) 

AutorInnen und HerausgeberInnen der bei Nomos erscheinenden Werke haben die Möglichkeit, zeitgleich mit der Veröffentlichung einer Druckausgabe auch eine elektronische Ausgabe Open Access online verfügbar zu machen (hybride Publikation). Der Verlag geht davon aus, dass eine solche hybride Publikation jedenfalls bei Monographien zumindest auf absehbare Zeit den Interessen aller Beteiligten am besten entspricht: 

  • Die hochwertig hergestellte Druckausgabe hat einen eigenen Wert: Sie bietet einen anderen Zugang zu den Inhalten als die elektronische Fassung und ist besser geeignet, Dritte im Wege der persönlichen Ansprache oder durch die Auslage bei Veranstaltungen auf die Arbeit und ihre Ergebnisse aufmerksam zu machen. 
  • Zudem ist die Druckausgabe problemlos archivierbar und nach vielen Promotionsordnungen erforderlich. 
  • Und schließlich können die Erlöse aus dem Verkauf der Druckausgabe dazu beitragen, den Zuschussbedarf zu reduzieren. 

Wenn wir gedruckten Büchern, insbesondere Monographien, auch im Zeitalter des Open Access eine besondere Bedeutung zumessen, sehen uns hier durch die sogenannte "Stavanger-Erklärung" vom Oktober 2018 bestätigt:

"Research shows that paper remains the preferred reading medium for longer single texts, especially when reading for deeper comprehension and retention, and that paper best supports long-form reading of informational texts.

Die "Stavanger-Erklärung" fasst die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsinitiative zusammen. An dieser Initiative "Evolution of Reading in the Age of Digitisation (E-READ)" waren fast 200 auf den Gebieten des Lesens, des Publizierens und der Lese- und Schreibfähigkeit tätige WissenschaftlerInnen aus ganz Europa beteiligt, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Lesepraxis befassen.

Die hybride Open Access-Veröffentlichung erfolgt unter einer so genannten Creative Commons-Lizenz. Wir empfehlen eine CC-BY-NC-ND-Lizenz (derzeit CC-BY-NC-ND 3.0), die unter anderem eine kommerzielle Nutzung durch Dritte und eine Mischung mit anderen Werken ausschließt. Aber natürlich richten wir uns nach den Wünschen unserer AutorInnen und den Vorgaben eventueller Förderinstitutionen. Der Aufwand für eine besondere Ausstattung der Druckausgabe, die Herstellung einer bestimmten Mindestzahl von Exemplaren dieser Druckausgabe oder aufwendige Satzarbeiten kann gegebenenfalls gesondert abgerechnet werden. Unter bestimmten Umständen sind Rabatte möglich, die im Einzelfall ausgehandelt werden. 

Ausschließliche Online-Veröffentlichung mit Open Access (eOnly-Modell) 

Neben dem hybriden Modell besteht für AutorInnen und HerausgeberInnen auch die Möglichkeit, Ihr Werk ausschließlich online und Open Access zu veröffentlichen, also ohne parallele Druckausgabe. Hier ist zu beachten, dass der Verlag keine Vertriebserlöse mehr erzielen kann, so dass der Zuschuss den gesamten Aufwand für die Herstellung und die Verbreitung des Werkes abdecken muss. Zwar spart der Verlag einen Teil der Druckkosten ein, wobei wir davon ausgehen, dass es im Interesse der AutorInnen und HerausgeberInnen liegt, wenn wir etwa für die Auslage bei Veranstaltungen, aber auch für die Ansprache potentieller Rezensenten zumindest eine kleine Druckauflage herstellen. Die Einsparungen bei den Druckkosten gleichen jedoch die zu erwartenden Rückgänge bei den Vertriebserlösen nicht aus. Im Ergebnis ist der Zuschussbedarf daher höher als im hybriden Modell. 

Die Arbeiten werden in diesem Modell in der Regel unter einer Creative Commons Attribution Lizenz (CC-BY Lizenz) in der aktuellen Version (z. Zt. CC-BY 4.0) veröffentlicht. Es steht den Autoren jedoch frei, eine andere CC-Lizenz zu wählen.

Sonderkonditionen für bestimmte Personengruppen

Für bestimmte Personengruppen gelten besondere Konditionen. Das betrifft unter anderem die Angehörigen öffentlich-geförderter wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland oder Personen, bei denen die Max-Planck-Digital Library die Open Access-Ausgabe finanziert. Nähere Informationen erhalten Sie von unseren Lektorinnen und Lektoren oder unter open-access(at)nomos.de


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